HOT CROSS – Risk Revival
| 14. November 2011 | Veröffentlicht von Dennis unter Reviews |
Drei Jahre sind vergangen seit der letzten EP. In der Zwischenzeit wechselte man vom eigenen Label Level Plane zu Equal Vision, verlor Gitarrist Josh Jakubowski und Marketingstrategen entdeckten den Begriff „Screamo“ für sich. Aber wenn schon Schubladen die Absatzzahlen fördern sollen, dann sollten diese wenigstens richtig beschriftet werden. Die Akte S. hat nichts zu tun mit Popkapellen wie THE USED oder SILVERSTEIN. Diese Stilrichtung wurde unter anderem von SAETIA, NEIL PERRY oder OFF MINOR geprägt. Aus der Asche eben dieser Bands entstanden auch HOT CROSS, die mit „Risk Revival“ eine Brücke schlagen von den Wurzeln ihrer Vergangenheit über Post-Hardcore-Götter wie DRIVE LIKE JEHU bis ins Jahre sechs nach dem Tod von AT THE DRIVE-IN. Der künstlerische Anspruch vieler Bands dieser Stilrichtung führt oftmals dazu, dass die Musik sperrig und verkopft wirkt, sich aber teilweise von Lärm nicht mehr unterscheiden lässt. HOT CROSS verfügen hingegen über das, was vielen abgeht: technische Versiertheit und die Fähigkeit, verdammt gute Songs zu schreiben. Zwar ist auch „Risk Revival“ vertrackt, chaotisch und verfrickelt, dennoch gelingt es, Tempowechsel und krumme Rhythmen zu mitreißenden Liedern zu formen. HOT CROSS schaffen hier den seltenen Spagat zwischen Kopf- und Bauchmusik. (Equal Vision/Cargo)
Christoph Biwer








