SHITYRI

1-2-3-4

Holla, die legen aber ordentlich los: vom ersten Takt an stimmt hier die Gitarren-Distortion und das recht forcierte Tempo, vom Paul Bearer-mäßigen Heisergesang ganz zu schweigen. Dabei sind SHITYRI mitnichten männliche Punkrocker, sondern – vom an den Rande gedrängten Drummer mal abgesehen – eine heftigst holzende Mädelkapelle aus dem verschnarchten Marl, was bekanntlich im Norden des Ruhrgebiets liegt. O.k., so ’ne gewisse Simplizität ist schon auszumachen, aber bei diesem Albumtitel – offensichtlich eine Hommage an eine gewisse New Yorker Punklegende – kann man dies niefraudem krummnehmen. 19 Songs lang halten SHITYRI (bitte keine englische Aussprache versuchen, ist nämlich russisch) ihr schraddlig-lärmendes Uffta-Let’s go-Gebolze mit gefälligen Melodien durch, und da bei 35 Minuten Spielzeit nicht nur selten die 2:00-Grenze überschritten wird, ist das hier ein recht kurzweiliges Vergnügen. Go!