HIGH ON FIRE – De Vermis Mysteriis
| 23. Mai 2012 | Veröffentlicht von Thomas unter Reviews |
Bevor HIGH ON FIRE ihre zu erwartenden (und überaus verdienten) Lobeshymnen einfahren, sollte die Gelegenheit genutzt werden, um den eigentlichen Helden dieses Albums zu würdigen: Kurt Ballou. Er hat es als erster Produzent vermocht, dass HIGH ON FIRE auch auf Platte endlich so umwerfend und vor allem optimal ausbalanciert klingen, wie bei ihren Liveshows. Die Band lässt sich da natürlich nicht lumpen und liefert auf ihrem sechsten Album ihre bislang beste Performance ab. Matt Pike schüttelt stapelweise treibende Uptempo-Riffs und fiese Soli aus dem Handgelenk und wird von Schlagzeuger Des Kensel und Bassist Jeff Matz immer wieder aufs Neue angepeitscht, so dass man sich fast Sorgen machen muss, dass den ganzen SLEEP-Fans bei so viel Tempo und Wucht die Bong aus der Hand fällt. Aber nicht nur als Gitarrist, auch als Sänger erweist sich Pike mit seinen offenbar noch nicht gänzlich verharzten Stimmbändern einmal mehr als die musikalischere Version von Lemmy Kilmister. Vor allem der Refrain von „Serums of Liao“ ist ein echtes Glanzstück. Apropos glänzen: Auf keinem Album konnten Kensel und Matz bislang auch als Quasi-Solisten so auftrumpfen wie auf „De Vermis Mysteriis“. Schön zu hören, dass Pike nun endlich adäquate Partner für seine ganz eigene Vision des Metal gefunden hat. In dieser Form sind HIGH ON FIRE auf Jahre unschlagbar. (Century Media/EMI)
Martin Schmidt








