THE LOCUST – New Erections
| 14. November 2011 | Veröffentlicht von Dennis unter Reviews |
Die Frage ist, ob es heutzutage noch Bands gibt, die gefährlich und unberechenbar sind. Justin Pearson hofft, dass seiner Band diese Attribute anhaften. Doch bevor diese Frage geklärt wird, zuerst die harten Fakten. Auf „New Erections“ haben THE LOCUST gerade einmal elf Songs gepackt, somit ist das Album kein Aufguss des Vorgängers „Plague Soundscapes“. Sonst wäre das Ganze nämlich nach gerade einmal zwölf Minuten zu Ende. Ein Jahr haben THE LOCUST an diesem Album gearbeitet und sich ein waghalsiges Konzept ausgedacht, welches sich jeder Hörer in minutiöser Kleinstarbeit erarbeiten darf. Deshalb liegt es auch an Justin, dieses vorzustellen: „‚New Erections‘ ist eine Metapher. ‚New Erections‘ sind Bauwerke. Die Röhren auf unserem Cover stellen diese ‚New Erections‘ dar. Und jeder Song repräsentiert eine neue Erektion, die alle zusammengenommen eine Stadt ergeben. Und diese Stadt ist dann das Album.“ Alles klar? Wenn Undurchsichtigkeit für Gefahr und Unberechenbarkeit in der Kunst steht, dann haben THE LOCUST schon den ersten Schritt erfüllt, um die eingangs gestellte Frage mit einem Ja zu beantworten. Ansonsten haben sie ihr Songwriting transparenter gestaltet. Chaos, Elektronik und Geschrei erscheinen geordneter, wohl aber nur aus dem Grund, den Hörer noch brutaler zu treffen. THE LOCUST sind eine der unberechenbarsten und gefährlichsten Bands unserer Tage. (Anti/Epitaph/SPV)
Tobias Kolb








