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Monatsarchiv: April 2012

REFUSED – My five cents.

26. April 2012 Veröffentlicht von Thomas unter Blog
4 Kommentare

Die nächsten drei Tagen werden spannend: REFUSED sind zurück und spielen in Berlin, Duisburg und Belgien. Wir haben deshalb ein paar unserer Autoren gefragt, was sie von der Reunion der Band halten.

Georg Büchner. Meine Meinung zur REFUSED-Reunion: Das ist traumhaft. Ich muss demnächst wieder die Alben herauskramen und werde mich fragen, warum ich diese Band in den letzten Jahren nicht mindestens einmal pro Woche gehört habe. Außerdem frage ich mich schon jetzt, warum die nun auch diesen Facebook-Quatsch mitmachen, ob die überhaupt schon neue Lieder haben und wie das in Zukunft wird mit mir und REFUSED. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, sie auch weiterhin zu mögen. Oder besser: Sie auch weiterhin wertzuschätzen.

Kristoffer Cornils. Die Band war sehr wichtig für mich, und ich liebe ihre Alben immer noch, auch wenn ich einiges kritischer sehe als noch mit vierzehn Jahren. Aber mögliche kommerzielle Motive für die Reunion rauben mir genauso wenig den Schlaf wie rückwirkende Zweifel an ihrer Originalität (die REFUSED durch Hommagen an Bands wie BORN AGAINST oder THE NATION OF ULYSSES ohnehin immer selbst in Frage gestellt haben). Ich hätte genügend Gründe, mich zu freuen, und ebenso viele, um verächtlich zu schnauben. Die Realität sieht jedoch so aus, dass REFUSED bald in Berlin spielen und ich kein Ticket habe. Die Euphorie knickte nämlich schnell in absolute Indifferenz um. Ich weiß eines: Ich könnte einen wunderbaren Trip die Memory Lane hinunter verpassen, das grandiose Konzert, das ich mir als Teenie damals so sehr gewünscht habe. Ich könnte auch mit verschränkten Armen und hängenden Mundwinkeln einer Band dabei zusehen, wie sie einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Energie zu reproduzieren versucht. Beides möglich, aber irgendwie bin ich nicht angefixt genug, um es darauf ankommen zu lassen. Vielleicht müssten REFUSED erst neue Songs schreiben, damit ich herausfinde, ob ich Fan dieser neuen alten Band werden kann. Die Illusion, dass angeblich wieder alles beim Alten ist, langweilt mich jedenfalls nur.

Frank Engelhardt. 1998: Eine Band löst sich auf, weil sie sich missverstanden fühlt. Der Hype steht ihrer Meinung nach im Vordergrund, nicht die Musik selbst. 2012: Eine Band gibt ihre Reunion bekannt und spielt dank des Hypes nur auf den ganz großen Festivals. Der Kreis schließt sich also irgendwie. Ich bin zu jung, um das Ausmaß von „The Shape Of Punk To Come“ richtig verstehen zu können. REFUSED sind mit Stil in Flammen aufgegangen, haben herausgeschrien, was herausgeschrien werden musste. Die Frage ist doch: Ist da noch ein Feuer vorhanden, das irgendwo tief drinnen lodert? Vom Feuer, nach erfolglosen Nachfolgeprojekten noch ein bisschen Geld zu verdienen, einmal ganz abgesehen. Diese Band kann nur scheitern. Ich bin gespannt, ob das Ganze wieder von einem Feuerwerk begleitet wird oder einfach in Rauch aufgeht.

Hendrik Lukas. REFUSED waren mehr als nur eine Band, sie transportierten einen ausgefeilten und zutiefst philanthropischen Gesellschaftsentwurf. Politik, Wirtschaft, Religion, Veganismus, Gender, was auch immer – zu jedem Aspekt gab es eine detaillierte Position. Mit dieser Attitüde waren sie dem Großteil der Gesellschaft ethisch um zehn und den Eliten um ungefähr hundert Generationen voraus. Als Band predigt man dann schnell zu den Bekehrten, gerade wenn man radikale Musik macht. Doch REFUSED passierte etwas anderes. Ihre kommerzielle Verwertbarkeit wurde von den Kräften des Kapitalismus entdeckt, was im krassen Widerspruch zu den ideellen Ansprüchen der Band stand. „New noise“ fand sich in jedem zweiten Actionfilm, den Text las aber nie einer. Die Auflösung war genau das Richtige. Die Rückkehr auch. Nachdem der Hype erstmal erledigt ist, könnten die Voraussetzungen sich als ungeahnt günstig erweisen, um über den musikalischen Erfolg hinaus noch mehr zu erreichen. Die ganze Welt pervertiert ethisch-moralisch immer weiter, wir sitzen auf einem Pulverfass aus Angst, Hass, Dummheit, Gier, Ressentiments und einer existenziellen ökologischen Katastrophe. Menschen mit Außenwirkung, denen man zuhört, kann es da nicht genug geben. REFUSED ist mit etwas Optimismus zuzutrauen, ihre Fans von früher zu erreichen und vielleicht auch die Leute, die damals durch die Vermarktungsmaschinerie aufmerksam geworden sind. Doch wird die Band automatisch auch wieder zum Produkt werden, ihre Identität einbüßen? Kommt darauf an. Wenn REFUSED ein Album machen, das mit dem letzten auch nur annähernd mithält, wenn sie nicht sehr genau auf den Umgang mit ihrer Kunst achten, vielleicht schon. Aber dann können sie sich ja wieder auflösen. Bis dahin sollten wir dankbar sein für jede Insel der Wahrheit in diesem Ozean aus Dünnschiss (um eine Formulierung der Band MISS MOFET zu verwenden).

Dennis Meyer. Dank fortgeschrittenen Alters durfte ich REFUSED bereits zwei Mal in den Neunzigern sehen, was ich zwar immer wieder gerne erzähle, aber in Wirklichkeit kann ich mich kaum daran erinnern. Meine erste Reaktion auf die Reunion war: „Yeah!“ Mit etwas Abstand muss ich jedoch sagen: Ich bin nicht traurig, dass ich REFUSED bei ihrer Reunion verpassen werde. Sollten sie jetzt nur eine Tour beziehungsweise einen Sommer lang Shows und Festivals spielen: alles okay. Nur wenn es eine permanente Sache wird, könnte dies den Legendenstatus zerstören.

Martin Schmidt. Geld besiegt Pseudo-Integrität – persönlich habe ich damit kein Problem, ich halte Geld für eine gute Sache und die Bandmitglieder werden nach diesem Sommer sicherlich jeweils einen hohen fünfstelligen Betrag verdient haben. Warum auch nicht? Wo die Nachfrage besteht, wird es eben früher oder später auch ein Angebot geben. Es heißt nicht umsonst MusikINDUSTRIE. Was mich allerdings anwidert, ist der Fakt, dass die Band nicht einmal in der Lage ist, jene Szene bei ihrem Comeback zu berücksichtigen, die sie überhaupt erst relevant gemacht hat, und nur den großen Magazinen Interviews gibt. Amüsante Vorstellung, wie Dennis Lyxzén seinen politischen Stuss aus dem Elfenbeinturm des Mittelstands zwei Seiten nach einem Feature über die „30 Hottest Chicks in Metal“ abgibt.

Alessandro Weiroster. Mein erster Gedanke war: „Verdammt geil!“ Nachdem die Euphorie verflogen war, dachte ich: „Solche Arschlöcher, die wollen doch nur Geld machen.“ Und nachdem ich die Auftritte von AT THE DRIVE-IN und REFUSED auf dem Coachella mehr oder weniger nacheinander gesehen habe, war ich vom REFUSED-Auftritt richtig angetan. Im Gegensatz zu AT THE DRIVE-IN schlossen sie ziemlich gut an den alten Sound an und zeigten vor allem das, was bei ATD-I absolut nicht vorhanden war: Begeisterung, Leidenschaft und Energie. Und abgesehen von all dem: Ich denke für REFUSED war beziehungsweise ist das die letzte Möglichkeit, ordentlich Kohle zu machen. Somit sei es ihnen verziehen …

Und was ist deine Meinung zur REFUSED-Reunion? Sag es uns in den Kommentaren!

Bild: Ricky Adams

BLACK BREATH – Live review.

23. April 2012 Veröffentlicht von Thomas unter Blog
Keine Kommentare

21.04.2012 Berlin, Festsaal Kreuzberg. Einen der mit Abstand filmreifsten Momente meines Lebens verdanke ich BLACK BREATH. Im Sommer 2010 lief deren erstes Album bei mir rauf und runter. So auch an einem besonders schönen Tag, mit besonders hoher Lautstärke. Gestört wurde mein persönliches krustiges Metalfest nur von einem ziemlichen Tumult im Treppenhaus. Zu den Klängen von „Black sin (Spit on the cross)“ rumpelten um die sechs Polizisten in Vollmontur die Treppe hoch. Eine Szene wie aus dem Trailer eines Actionfilms, untermalt mit dem fettesten Soundtrack, den man sich dazu nur vorstellen kann. Zugegebenermaßen wurden die Ressourcen der Berliner Staatsgewalt lediglich deshalb mobilisiert, um meiner Nachbarin nahezulegen, sich etwas besser zu benehmen, aber trotzdem: Kann es noch epischer kommen? Mit einer allzu großen Erwartungshaltung ging ich jedenfalls nicht in den Festsaal Kreuzberg.

Dort wurde ich von einem Publikum begrüßt, das zahlenmäßig damals wohl noch mit ins Treppenhaus gepasst hätte. Das parallel stattfindende Desertfest hatte wohl einige Leute abgezogen. Der harte Kern zeigte aber gehörig Präsenz, als ich – gegen 21 Uhr, die erste Vorband TORMENTED hatte leider schon gespielt – mitten ins Set von CHRISTIAN MISTRESS hineinstolperte. Deren musikalische Sozialisation kann man an jeder patchübersäten Oldschool-Jeansjacke auf dem Wacken Open Air ablesen: Mit ein wenig Nostalgie, schweinerockig treibenden Riffs und virtuos heruntergeschrubbten Kirchentonleitern werden der guten alten (sic!) New Wave of British Heavy Metal und BLACK SABBATH gehuldigt. Wäre der Gesang etwas druckvoller gewesen – das Soundsystem des Festsaals erlebte an diesem Abend sicherlich nicht seine Sternstunde – hätte ich mich der kollektiven Nostalgie und vielleicht auch dem frenetischen Jubel angeschlossen. Der fiel übrigens lauter aus, als es die Größe des Publikums vermuten ließ – die Zugabe wurde CHRISTIAN MISTRESS geradezu abgezwungen.

Nach einer schier endlosen Umbaupause legten dann BLACK BREATH los. Glaube ich. Vielleicht hatte sich auch irgendwer spontan dazu entschieden, die gesamte ANAL CUNT-Diskografie leicht zeitversetzt über eintausend Handylautsprecher auf den mittlerweile etwas besser gefüllten Saal loszulassen. Das konnte allerdings nicht sein, denn vorne auf der Bühne wurden doch tatsächlich Instrumente bedient: Das waren also BLACK BREATH! Und denen schien der unterirdische Sound – der sich erst gegen Ende des Konzerts in erträglichere Bereiche einpendelte – nichts auszumachen. Das ist das Schöne an dieser ENTOMBED-infizierten Metalband: Eigentlich sind es nur fünf Hardcore-Kids mit Camouflagehosen und langen Haaren. Okay, der Bassist würde mit seiner Frisur selbst noch auf Chewbaccas Heimatplaneten unter Vermummungsverdacht fallen, aber die Attitüde von BLACK BREATH stimmt einfach: Scheiß auf den Sound, scheiß auf die Posen und die elenden Soli. Bodenständigkeit ist angesagt. Und sowieso: Hauptsache, es fetzt.

Und es fetzte natürlich. Wer das nicht glaubt, kann meinen Tinnitus fragen. Gut eine Stunde lang bewies die Band aus Seattle, dass es einen Grund gibt, warum sie in der Hardcore- wie auch in der Metalszene gleichermaßen hoch gehandelt wird. Die Songs der neuen LP machten sich dabei großartig neben älterem Material, die Spannungskurve stimmte und zeitweise bildete sich ein kleiner Pit im lichten Bereich vor der Bühne. Und auch hier sprach die Resonanz des Publikums eine deutliche Sprache. Die Begeisterung ist bestens nachzuvollziehen: BLACK BREATH sind momentan eine der lautesten, aber auch tightesten Bands und so großartig ihre Studioprodukte schon sind: Für solche Musik wurde der Livegig erfunden, daneben sehen alle brutal ausstaffierten Hundertschaften der Polizei ziemlich mickrig aus. Muss man gesehen haben.
Kristoffer Cornils

WATERDOWN – My last tour diary (1).

17. April 2012 Veröffentlicht von Thomas unter Blog
2 Kommentare

Nach unserer letzten Platte „Into The Flames“ läuft jetzt die letzte Tour. Wir lösen uns mit Ansage auf und geben allen Freunden noch einmal die Möglichkeit, uns persönlich Tschüs zu sagen. Hier der erste Teil unseres kleinen Erlebnistagebuchs.

05.04.2012 Hamburg, Hafenklang. Der erste Tag unserer letzten Tour beginnt stressig. Wir sind Schluffen, spät dran, haben Sachen vergessen, die wichtig sind, brauchen ewig, um im Tetris-System den viel zu kleinen Mietvan zu beladen – und kommen deshalb mit fast drei Stunden Verspätung in Hamburg an. Soundcheck wird gestrichen, in einer halben Stunde gehen die Türen auf. Noch in Windeseile die Merchwände und -tische aufgebaut, was am ersten Tourtag auch immer länger dauert als sonst. Dann ist allerdings alles bereit. Hamburg hat Bock auf diese Show, der Laden füllt sich, und SOCIETY OFF, unsere Supportband für heute, zieht ordentlich vom Leder. Nette Jungs, gute Band. Kann man sich definitiv mal geben. Unsere Show ist dann nach wenigen Songs schon im Sack. Es ist voll, die Leute haben Spass, überall sieht man lachende Gesichter, und von Song zu Song wird die Stimmung besser. Bei „Dragged through the dirt“ lassen wir einen Teil des Songs von den Leuten singen, danach brechen alle Dämme. Hamburg fängt an, sich durch die Gegend zu schmeißen. Gut so. Nach der Show geht’s an den Merchtisch, wo sich mehrere Leute aufrichtig bei uns für die letzten zwölf Jahre Lebensbegleitung bedanken. Das geht runter wie Öl. Danke! Nach der Show laufen wir die zehn Minuten zum Hotel Kogge, in dem wir untergebracht sind, und begeben uns dann mit Freunden auf die Reeperbahn, um die Nacht mit Falafel und dem einen oder anderen Kaltgetränk ausklingen zu lassen. Ein schöner Start.

06.04.2012 Berlin, Cassiopeia. Berlin ist für uns immer etwas Besonderes, da hier viele Freunde wohnen und wir die Stadt super finden. Das Cassiopeia ist einer der wenigen (Punk-)Clubs, die wir in dieser Stadt noch nicht zu Klump gespielt haben. Dafür waren wir in der Vergangenheit aber mindestens hundert Mal im Wild At Heart, dem Magnet, dem SO36 und dem alten Knaack Club. Das Cassiopeia ist cool, die Veranstalter sind nett, beim Soundcheck klingt es gut, die Bühne ist groß – jetzt müssen nur noch Leute kommen. Unsere Supportband THE DRIFTWOOD FAIRYTALES bekommen wir heute leider nicht zu sehen, weil wir von unseren Bookingagenten Sylvia und Dave zum Punkrock-Italiener ausgeführt werden. Das hat schon Tradition und ist geil, weil man sich dort beim Essen die Widmungen, Danksagungen und Autogramme der Bands ansehen kann, die bereits dort waren: SNAPCASE, SICK OF IT ALL, HOT WATER MUSIC und NOFX haben dort an die Wände des Restaurants geschrieben … läuft. Nach einem fulminanten Drei-Gänge-Menü tragen wir uns ebenfalls dort ein und rollen anschließend zum Club zurück. Noch zehn Minuten, dann geht’s los. Mit vollem Magen, na toll. Nach ein paar Songs hat sich das Völlegefühl aber glücklicherweise gelegt. Es sind nicht ganz so viele Leute wie in Hamburg da, leer ist es aber trotzdem nicht, und alle Anwesenden scheinen Bock zu haben, mit uns zu feiern. Auch hier wieder: lachende Gesichter, Refrains aus vielen Kehlen und hinterher persönliches Verabschieden. Das könnte alles wesentlich schlechter laufen. Tschüs, Berlin, war immer schön mit euch!

07.04.2012 Lüdenscheid, Eigenart. Es folgt die Provinz, es folgt Lüdenscheid zwischen Sauerland und Ruhrpott. Vielleicht nicht unbedingt ein Ort, den man bei so einer Abschiedstour erwarten würde, aber wir haben da unsere Erfahrungen gemacht. Heute werden allerdings selbst unsere besten Erinnerungen übertroffen. Das fängt bei den Supportbands an: CIRCLESQUARETRIANGLE, der lokale Opener und wahrscheinlich noch Schüler, lassen unsere Kinnladen herunterklappen. Die Jungs sind noch grün hinter den Ohren, zocken aber eine derart eigenständige und abgefahrene Mischung, dass man es kaum glauben kann. Super Instrumentalisten, frickelig und sehr musikalisch, dazu ein kreischender und schreiender Derwisch – das passt zum Teil fast schon in die neue Djent-Szene mit Bands wie ANIMALS AS LEADERS und TESSERACT. Beeindruckend. Dann kommen AKELA, die sich durch ihre Soundwand wälzen und irgendwo zwischen NEUROSIS und WILL HAVEN schleichende Negativität verbreiten. Fett. ASHES OF POMPEII schliesslich sind eine der besten Bands Deutschlands. Das wussten wir vorher auch schon, kriegen es hier aber noch einmal bestätigt. Musikalisch, atmosphärisch, schlau. Das klingt zum Teil nach THRICE in der „The Alchemy Index“-Phase, hat Herz und Seele und ist absolut empfehlenswert. Als wir dann auf die Bühne gehen, ist der Laden bis zur Oberkante gefüllt, und Lüdenscheid dreht ab dem zweiten oder dritten Song komplett frei. Ohne Scheiß, das hier ist eine der besten, intensivsten und euphorischsten Shows unserer Laufbahn. Was immer man will, es ist da: Sprechchöre, Pile Ons, ein unfassbarer Circle Pit, Refrains aus allen Kehlen, Chaos, Liebe. Der absolute Wahnsinn. Lüdenscheid lässt uns dann auch nicht von der Bühne, und erst nach fast zwei Stunden sitzen wir ungläubig und kopfschüttelnd im Backstageraum und kehren langsam in die Realität zurück. Das, Lüdenscheid, war der absolute Wahnsinn. Vielen Dank!

Die WATERDOWN-Abschiedstour wird fortgesetzt am 20.04. in Lindau (Club Vaudeville), am 21.04. in Saarbrücken (Garage), am 04.05. in Großefehn (Schlappohr) und am 05.05. in unserer Heimat Ibbenbüren (Scheune). Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!
Christian WATERDOWN

großes Bild: Mirko Beyer (mocean-pictures.de)
kleine Bilder: Jasmin Rehrmann

IMPERICON FESTIVAL – Dinge fuer Gewinner.

10. April 2012 Veröffentlicht von Thomas unter Blog
20 Kommentare

Das von uns präsentierte Impericon Festival ist inzwischen zwar  ausverkauft, trotzdem gibt es noch eine Möglichkeit an Karten zu kommen: Wir verlosen nämlich zwei mal zwei Tickets. Ihr müsst dazu lediglich auf dieser Seite einen Kommentar über eine (oder mehrere) der spielenden Bands hinterlassen – also ganz so wie bei der beliebten “Tourmates”-Rubrik im Heft.

Zur Erinnerung hier noch mal, was die Bands des Festivals in der aktuellen Ausgabe übereinander geschrieben haben:

PARKWAY DRIVE. Letztes Jahr waren wir mit ihnen in den USA auf Tour. Als wir am ersten Tag zum Venue kamen, waren sie nirgendwo zu finden. Sie hatten den Soundcheck ausfallen lassen, um surfen zu gehen. Es war egal. Sie klangen fett wie immer. (Jim THE GHOST INSIDE)
Ein paar der nettesten Typen in diesem Business. (Ryan MISS MAY I)
Alex und Sebastian haben mal stundenlang mit Jeff über den Crocodile Hunter philosophiert. (Dennis HIS STATUE FALLS)
Eine der angesehensten harten Bands des Planeten. Und trotzdem war ich Zeuge, wie sie sich gegenseitig mit Scheiße bewarfen. (Crafter CONFESSION)
CALIBAN. Wir freuen uns riesig darauf, mit der Band, die jeden von uns musikalisch beeinflusst hat, endlich die Bühne teilen zu dürfen. Papa hat die BEATLES, wir haben CALIBAN. (Sushi ESKIMO CALLBOY)
Neben BLEEDING THROUGH, AS I LAY DYING und TRIVIUM eine der ersten Metalbands, die ich gehört habe. (Ryan MISS MAY I)
Mit denen war ich 2004 auf Tour. Einmal spielten wir vor zwanzig zahlenden Gästen und ihr Sänger sagte mit seinem deutschen Akzent: „Why are we playing this shitty little villages?“ Haha, ich habe mich nicht mehr eingekriegt vor Lachen. (Crafter CONFESSION)
THE GHOST INSIDE. Ihr Sänger ist so freundlich, dass es fast unheimlich ist, ihr Gitarrist ist groß und orange. Aber ich liebe diese Band. (Crafter CONFESSION)
Ihr Sänger Vigil hat ein Vin-Diesel-Tattoo und liebt Red Bull. (Stu YOUR DEMISE) YOUR DEMISE. Das sind richtige gute Freunde von uns geworden, als wir vor ein paar Jahren zusammen mit THE DEVIL WEARS PRADA in den USA unterwegs waren. (Ryan MISS MAY I)
WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER. Mann, ist der Bandname scheiße. Im Ernst: Was haben sie sich nur dabei gedacht? Und ist Butter überhaupt vegan? Europäer lieben veganes Essen. (Crafter CONFESSION)
MISS MAY I. Die netteste Band aller Zeiten. So nett, dass man nie weiß, ob man gleich Opfer einer Gruppenvergewaltigung wird. (Crafter CONFESSION)
WHILE SHE SLEEPS. Da sie aus Sheffield kommen, bringt uns jedes Wort, das aus ihrem Mund kommt, zum Lachen. (Stu YOUR DEMISE)
SET YOUR GOALS. Musikalisch passen wir genauso gut zu den anderen Bands des Festivals wie zu PARKWAY DRIVE und THE GHOST INSIDE, mit denen wir letztes Jahr auf Tour waren. Manchmal war es etwas schwierig, vor einem Haufen Metalcore-Fans zu spielen, aber wir hatten viel Spaß dabei, mit den Jungs abzuhängen. (Matt SET YOUR GOALS)
BORN FROM PAIN. Ich bin echt auf das neue Album gespannt. (Marc CALIBAN)
NASTY. Wer NASTY nicht mag, hat keine Ohren. (Stu YOUR DEMISE)
Stumpf, stumpfer, am stumpfesten, NASTY! Geil. (Dominik BORN FROM PAIN)
CONFESSION. Unsere Saufkumpels, als wir mit PARKWAY DRIVE durch Australien getourt sind. Ich habe gerade ein Shirt von denen an. (Ryan MISS MAY I)
Der Sänger ist alt, der Gitarrist fett, der Schlagzeuger orange, außerdem hält er sich für Travis Barker. Der Bassist hat ein leichtes Down-Syndrom, und der andere Gitarrist ist dafür bekannt, richtig beschissene Shorts zu tragen. Mosh wurde von BURY YOUR DEAD erfunden, CONFESSION haben die Riffs geklaut, haha. (Crafter CONFESSION)
HIS STATUE FALLS. Was unseren Sound betrifft, haben uns HIS STATUE FALLS oft inspiriert. Danke für alles! (Sushi ESKIMO CALLBOY)
ESKIMO CALLBOY. Das ist so eine Partyband, oder? Schau ich mir auf jeden Fall mal an. (Marc CALIBAN)
Waren das nicht die, die damals im Quelle-Katalog Bademoden vorgeführt haben? (ESKIMO CALLBOY)

So. Und jetzt seid ihr dran! Habt ihr zum Beispiel bei einer Show einer der Bands etwas Besonderes erlebt? Hat ein Song einer der Bands eine besondere Bedeutung für euch? Aus welchen Gründen mögt ihr eine der Bands ganz besonders? Aus welchen Gründen könnt ihr sie nicht ausstehen? Was auch immer euch zu den Bands einfällt: Schreibt es uns!

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