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Monatsarchiv: November 2011

ADOLAR – Zu den Takten des Programms

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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ADOLAR haben es sich hart erarbeitet, dass „Zu den Takten des Programms“ so sehnlichst erwartet wird. Irgendetwas weckte die Vermutung, dass da Großes kommt. Und? Beim ersten Hören scheint es nicht um Großes zu gehen. Es sind die einzelnen kleinen Momente, die ADOLAR zu etwas ganz Großem werden lassen können: Wenn man im C-Teil des Openers zum Headbangen aufsteht, wenn am Ende des Titelsongs der Kloß im Hals größer wird, wenn die Streicher in „Die ekelhaften Pläne“ einen zum Schmunzeln bringen, wenn man den Refrain von „Zum Geburtstag alles Erdenkliche“ mitsingen muss und während des Schleudergangs am Ende des Albums am ganzen Körper eine Gänsehaut bekommt. Nach einer Dreiviertelstunde fängt man an zu begreifen, warum Tom Mischok keine großen Worte benutzt. Es benötigt viel Aufmerksamkeit, um all die Kleinigkeiten zu entdecken, von denen hier die Rede ist. Kein großspuriges Album, sondern ein Kunstwerk über die Fähigkeit, das, was um einen herum passiert, ganz nahe an sich heranzulassen, sich daran zu erfreuen, daran zu leiden und sich darüber zu wundern. Die wahre Schönheit in ADOLARs Welt befindet sich nicht an der Oberfläche, sondern ist in den Details versteckt. ADOLAR wachsen mit jeder Veröffentlichung. Dieses Album wächst mit jedem Hören. (Unterm Durchschnitt/Broken Silence)
Nils Wittrock

THIS IS HELL – Black Mass

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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„The critics think that we’re insane“, schreit Travis Reilly beim letzten Song. Auch wenn der Sänger damit natürlich übertreibt: Ein bisschen wundern dürfte sich der eine oder andere nach dem Hören des vierten Albums von THIS IS HELL schon. Für eine Band, die nach ihrem Debüt („Sundowning“, 2006) als GIVE UP THE GHOST-Nachfolger gehandelt wurde, klingt „Black Mass“ ganz schön nach Thrash Metal – mit Soli, die locker so überflüssig sind wie die von Kerry King und Jeff Hanneman, und Gesang, der zum Teil so daneben ist wie der von James Hetfield. Dass die Songs trotzdem mindestens so viel Spaß machen wie der alte Kram von SLAYER und METALLICA, liegt vor allem daran, dass THIS IS HELL nie vergessen, dass sie eigentlich eine Hardcore-Band sind. Es gilt deshalb der Energieerhaltungssatz: Energie kann zwar in verschiedene Formen umgewandelt werden, die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems bleibt jedoch stets konstant. Bei THIS IS HELL heißt das: konstant hoch. Auch wenn das HATEBREED-Sänger Jamey Jasta, der bei KINGDOM OF SORROW bekanntlich ebenfalls mit klassischen Metal-Elementen experimentierte, jetzt wahrscheinlich nicht so gerne hört: Seit Metalcore war die Verbindung von Hardcore und Metal nicht mehr so aufregend wie auf „Black Mass“. (Rise/ADA Global)
Thomas Renz

CARNIFEX – Until I Feel Nothing

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Dass Skandinavier einen Hang zu düsterer Musik haben, ist verständlich. Es ist kalt, dunkel und der Alkohol ist teuer. Wie aber kann brutale Musik aus einer Stadt wie San Diego kommen? Weiße Strände und Sonne en masse. Auch dort ist Alkohol nicht billig, aber das rettende Tijuana immerhin nicht weit. Erklären kann man es nicht, man muss aber dankbar dafür sein, dass sich CARNIFEX für Metal und nicht etwa Surfen begeistert haben. Die Band macht das, was sie schon immer machte: die brutalst mögliche Musik diesseits von SUICIDE SILENCE und WHITECHAPEL. Alles ist größer, böser und schöner. Man erweitert den Sound um einige Black-Metal-Elemente, Synthies inklusive. Die Produktion lässt keine Nuance, sei sie auch noch so verspielt, verloren gehen. Hass kann etwas Wunderbares sein. „Until I Feel Nothing“ wird wieder von der Konkurrenz auseinander genommen, analysiert und durchleuchtet werden. „Was haben die, was wir nicht haben?“ Was die Band vom Deathcore-Nachwuchs wie SUFFOKATE oder KING CONQUER unterscheidet? Das Ding hier hat Seele. Brutal, aber nicht um der Brutalität willen. Trends hin oder her, CARNIFEX machen Death Metal. Punkt. Die Verbundenheit zur alten Schule macht sie zu dem, was sie sind: die Besten. (Victory/Soulfood)
Frank Engelhardt

TRANSIT – Listen & Forgive

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Manchmal sind es die kleinen Dinge. Die kleinen Melodien, die kleinen Spielereien, die Liebe zum Detail. Bei TRANSIT ist vieles klein – selbst wenn Patrick Stump, der ehemalige Sänger von FALL OUT BOY, bei einem Song zum Mikro greift. Das ist zwar eine nette Geste, gebraucht hätten TRANSIT diesen Fame-Bonus aber ganz bestimmt nicht. Denn auf „Listen & Forgive“ sind vielleicht zwölf kleine Songs, in der Summe aber ist das Album mehr als nur seine Einzelteile, in der Summe ist es ein ganz großes Album. Nie waren kleine Momente so groß. Wirklich jeder der Songs hat dieses ganz bestimmte Etwas, das sich nicht durch Produktion oder Marketing erzwingen lässt. „Listen & Forgive“ ist schon fast eher Indie-Rock als Pop-Punk, und das bereichert die Lieder ungemein. Man hat das Gefühl, TRANSIT können nichts falsch machen, selbst ein Akustiksong wie „Skipping stone“ ist nicht peinlich oder kitschig und hätte auch gut auf der SAVES THE DAY-Akustik-EP sein können. Das Quintett fungiert als Bindeglied zwischen FIREWORKS und BALANCE AND COMPOSURE und platziert sich mit „Listen & Forgive“ direkt ganz vorn. Allein der Titel des Albums ist falsch gewählt: zu hören gibt es viel, zu vergeben aber nichts. (Rise/ADA Global)
Dennis Meyer

LA DISPUTE – Wildlife

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Das, was „Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair“ 2008 hinterließ, waren heisere Kehlen, viele neue Tätowierungen und das Gefühl, dass die Platte etwas Großes ist. Ich weiß noch genau, wie es sich anfühlte, sie das erste Mal zu hören, wo ich war, was mir durch den Kopf ging. Die Ohren eingeschlossen von den Kopfhörermuscheln, wahllose Bilder vor dem inneren Auge, alles auf diese Lieder ausgerichtet. Ich konnte und kann nichts nebenher tun, wenn ich sie höre. Duschen vielleicht. Und dann die Konzerte! Alles oder nichts, nass bis auf die Unterwäsche, Euphorie bis unter die Decke. Und jetzt kommt „Wildlife“ und die ängstliche Vorfreude, dass sich irgendetwas an den Erinnerungen ändert, dass hoffentlich alles so bleibt und alles anders wird. LA DISPUTE wirken auf „Wildlife“ hochkonzentriert. Die Präzision, die Leidenschaft, die Sorgfalt, die hinter allem steckt, formt eine ausgestreckte Faust. Was LA DISPUTE in den fast 58 Minuten durchleben, könnte intensiver nicht sein. Jordan Dreyers feines Gespür für Songs, vor allem aber für Geschichten, bringt dich an den Rand, lässt dich in den Abgrund schauen. Da ist keine Zeit zum Ausruhen, nahtlos reiht sich ein Song an den anderen. Dreyer ist mehr singender Spoken Word Artist als Sänger. Mit Leichtigkeit singt, spricht und schreit er dir Texte entgegen, bei denen jeder andere vor lauter Konzentration komische Grimassen schneiden müsste. Apropos Konzentration: „King park“ ist viel mehr Hörspiel als Musikstück. Ein Kind wird aus einem vorbeifahrenden SUV angeschossen, versehentlich. Neugierige Blicke suchen nach Hinweisen, wollen einen Blick auf das Verbrechen werfen. Tage später dann die Beerdigung. Und der Schütze? Gerade zwanzig, der Älteste der Gang, „Grandpa“. Das nimmt kein gutes Ende. Der Perspektivwechsel wirkt dabei genauso natürlich wie Dreyers Beobachtungsgabe und sein Gespür für Charaktere. „Wildlife“ nimmt dich ein, voll und ganz. Verlangt dir Gefühl und Geduld ab, reißt Mauern ein und ist dabei so natürlich und selbstverständlich wie die Bescheidenheit seiner Protagonisten. „And our hearts still beat the same.“ (No Sleep)
Pia Schwarzkopf

MY CHEMICAL ROMANCE – The Black Parade

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Es ist vorbei. Dies machen MY CHEMICAL ROMANCE gleich mit dem ersten Track namens „The end“ unmissverständlich klar. Ausgangssituation des Albums ist ein krebskranker, junger Mann, der im Krankenhaus auf den Tod wartet. Doch anstatt zu resignieren, begrüßt die Band den Tod mit Pauken und Trompeten: Streicher, Bläser, Metal-Soli, verzerrte Polka-Elemente und sogar ein Gastauftritt von Liza Minnelli sind ihre Medizin. Sänger Gerard Way keift und presst und spuckt einem in der Rolle des Protagonisten seinen Zynismus schonungslos vor die Füße. Mit stadiontauglichen QUEEN- und MUSE-Anleihen im Sound haben MY CHEMICAL ROMANCE eine Art Rock-Oper geschrieben – und damit einen weiteren, enorm großen Sprung nach vorne gemacht. Schon mit dem Vorgänger „Three Cheers For Sweet Revenge“ produzierte die Band aus New Jersey ein für das Emo-Genre wegweisendes Album. Doch anstatt sich mit dem folgenden auf ihren Lorbeeren auszuruhen, entwickelte sich die Band weiter und eroberte neue Horizonte: „The Black Parade“ ist ein Meisterwerk des Makabren. MY CHEMICAL ROMANCE testen ihre musikalischen Grenzen aus und lachen dem Tod offen ins Gesicht. Und möglicherweise haben sie ihm mit dieser Platte tatsächlich ein Schnippchen geschlagen – und sich als Band unsterblich gemacht. (Reprise/Warner)
Julia Gudzent

KYLESA – Time Will Fuse Its Worth

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Am Anfang des dritten Albums von KYLESA stehen Tribal-Drums und archaisches Urgeschrei. „We can’t think of the future without reference to the past“, brüllt Laura Pleasants beim Opener „What becomes an end“, während man von einer Tempoverschiebung zur nächsten getrieben wird und wenig später tatsächlich völlig das Zeitgefühl verliert. „Time Will Fuse It’s Worth“ beziehungsweise „Time Will Fuse Its Worth“ – da scheint sich die Band selbst nicht ganz sicher zu sein – beschwört Urinstinkte, von denen der industrialisierte Mensch gar nicht wusste, dass sie noch in ihm vergraben liegen. Man möchte nackt und mit Schlamm beschmiert durch die entmenschten Häuserschluchten unserer Städte rennen und genauso aus tiefstem Herzen schreien wie diese drei SängerInnen. Man möchte mit derselben Inbrunst gegen den harten Beton kalter Wände schlagen, mit der diese beiden Schlagzeuger ihre Trommeln bearbeiten. Diese Band ist der Dreck unter den Fingernägeln von Hardcore, Metal und Noise Rock, den auch die geldgierigste Nagelpflegerin der Musikindustrie wird niemals herauskratzen können. KYLESA schmelzen Genregrenzen in einem riesigen, bauchigen Topf über offenem Feuer, während wir alle wie in Trance darum tanzen. Man will sich eine Zukunft ohne diese Band einfach nicht mehr vorstellen. (Prosthetic/Soulfood)
Thomas Renz

FUCKED UP – Hidden World

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Eigentlich ist es Aufgabe eines Rezensenten, dem potenziellen Hörer und Käufer ein möglichst genaues Bild einer Platte zu vermitteln, so dass dieser einschätzen kann, ob sie ihm wohl gefällt oder nicht. Wenn ich an dieser Aufgabe verzweifle, so ist das nichts Überraschendes, schließlich haben schon andere vor mir gewusst, dass sich das Schreiben über Musik nur marginal vom Tanzen zu Architektur unterscheidet. Wenn Ian MacKaye also den Spruch „If I could say it in words, there’s no need to paint it“ auf Musik ummünzt, so hat er zweifelsfrei recht. Warum also diese Mühe? Weil FUCKED UP sie verdammt noch mal verdient haben. Und wie immer sind die Platten, die am besten gefallen, eben die, die sich am schwersten in Worte fassen lassen. Verzeiht man die etwas unoriginelle Namensgebung, verbirgt sich hinter FUCKED UP eine Band, die geradlinigen und schnörkellosen Hardcore-Punk spielt. Kein Old School, kein New School, kein Metalcore, kein Emo und schon gar kein Screamo. Vielleicht haben sie ihren Namen also doch richtig gewählt, denn so upgefuckten und frischen „Als-hätte-es-die-90er-nie gegeben“-Hardcore spielen in dieser Qualität momentan höchstens die WRANGLER BRUTES und MIKA MIKO. Dass der geschmackssichere Jarvis Cocker zu ihren Fans gehört, macht sie erst recht über jeden Zweifel erhaben. (Jade Tree/Cargo)
Chris Wilpert

FEAR BEFORE THE MARCH OF FLAMES – The Always Open Mouth

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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FEAR BEFORE THE MARCH OF FLAMES haben ihren Namen der Überschrift eines Artikels über Waldbrände entliehen. Dabei scheut die Band aus Denver, Colorado das Feuer genau so wenig wie die Veränderung. War beispielsweise auf den beiden vorangegangenen Alben Gitarrist Adam Fisher für den Gesang zuständig, hat dieser auf „The Always Open Mouth“ mit Frontmann David Marion die Rollen getauscht und ist nun für das Geschrei verantwortlich. Doch das ist natürlich nicht der Grund, warum die Band, deren letztes Album am ehesten mit dem vertrackten Metalcore von EVERY TIME I DIE verglichen werden konnte, zum Teil kaum noch wieder zu erkennen ist. Konsequent, aber ohne ihre Vergangenheit zu leugnen, integrieren FEAR BEFORE THE MARCH OF FLAMES den tanzbaren Indie-Rock von MINUS THE BEAR in ihren Sound. Fast scheint es, als hätte die Wahl des Bandnamens doch einen tieferen Sinn gehabt. Schließlich sind Waldbrände natürlicher Bestandteil der Natur, die unbewachsenen und mineralstoffreichen Boden hinterlassen, in dem neue Pflanzen keimen können – ohne dabei die älteren Bäume vollständig zu zerstören. Zwar ist auf „The Always Open Mouth“ tatsächlich noch vieles im Wachstum begriffen, doch die Vielseitigkeit und Kraft dieses neuen Lebens ist teilweise schon jetzt umwerfend. (Equal Vision/Cargo)
Thomas Renz

CONVERGE – No Heroes / V.A. – American Hardcore

15. November 2011 Veröffentlicht von Dennis unter Reviews
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Fast alle Themen, die heute im Hardcore kontrovers diskutiert werden, haben ihren Ursprung in den Tagen seiner Entstehung. So könnte man eine der wichtigsten Aussagen des Films „American Hardcore“ zusammenfassen, der am 14. Dezember in den deutschen Kinos anläuft und die Anfänge dieser Subkultur anhand einer beeindruckenden Zahl von Interviews mit den damals Beteiligten dokumentiert. Die brutale Gewalt auf den Shows, die konstituierende Relevanz des politischen Ausdrucks, die selbstverständliche Unterdrückung der Frau, der missionarische Eifer mancher Protagonisten – all diese Motive spalteten die Szene bereits im Jahr 1980. Der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Figuren wie Ian MacKaye (MINOR THREAT), Henry Rollins (BLACK FLAG), Paul „H.R.“ Hudson (BAD BRAINS) oder Harley Flanagan (CRO-MAGS) ist demnach die schiere Intensität ihrer Musik. Denn diese hat auch noch nach einem Vierteljahrhundert die Kraft, ein ganzes Leben zu verändern, wie auch der parallel zum Dokumentarfilm erscheinende Soundtrack imponierend belegt. Wollte man den Machern überhaupt etwas vorwerfen, dann vor allem die Tatsache, dass sie das Ende der Hardcore-Szene auf das Jahr 1986 datieren. Aus der subjektiven Sicht des Films mag diese Entscheidung zwar begründbar sein, in Anbetracht einer Band wie CONVERGE ist sie jedoch kaum haltbar. Denn die Bostoner sind zweifelsohne eine Hardcore-Band – auch in der ursprünglichen Definition des Begriffs. Im übertragenen Sinne, kollidiert auf „No Heroes“ die unmittelbare Energie der BAD BRAINS mit dem künstlerischen Bewusstsein eines Ian MacKaye. Und das alles unter der Voraussetzung einer künstlerischen DIY-Attitüde, die bei der Produktion des Albums anfängt und bei dessen Verpackung noch lange nicht aufhört. Und wie die Hardcore-Bands der 1980er Jahre werden CONVERGE vom popkulturellen Mainstream entweder überhaupt nicht wahrgenommen oder aber als unhörbarer Krach abgetan. Die Parallelen sind zu offensichtlich. Hardcore ist keineswegs 1986 von uns gegangen. Hardcore lebt. Sogar noch am gleichen Ort wie damals. Im Underground.
Thomas Renz

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